Voyeurismus(s) im Alltag
irgendwo müssen wir alle hinsehen...
Ausgehend von einem Text, der letztes Semester in Positionen, Tendenzen und Strömungen durchgenommen wurde, kam ich auf den Voyeurismus, der in öffentlichen Verkehrsmittel betriben wird. Wo soll man hinsehen, wenn man nicht zu lesen dabei hat oder die U-Bahn im Untergrund fährt. Direkt andere Menschen anzusehen (weil sie auffällig, schrill oder besonders toll gekleidet sind oder sonst irgendein besonderes Merkmal an sich oder mit sich führen) ist unhöflich und gehört sich nicht. Wie schafft man es also seine Mitreisenden zu begutachten ohne dabei aufzufallen?
Der Blick ins schwarze Fenster macht es möglich. Peinlich betroffen sieht man auch nur weg, wenn die Blicke sich im Spiegelbild mit denen eines anderen Voyeurs treffen.
so kann ein foto aussehen, wenn man weiß, dass die person einen nicht beim knipsen bemerkt.
so sieht es aus, wenn man nicht unbemerkt ein foto machen kann... und die leute fragen, ob man sie fotografieren kann und sie so tun sollen, als wüssten sie nichts davon und ruhig weiter in der nase bohren, haare mit einem tuschstift bürsten oder drehen können ist nicht ganz das gewünschte...
Irgendwie fällt es doch auf, wenn man in der U-Bahn oder dem Zug eine Kamera auspackt und ein Fenster fotografiert. Es wissen nämlich doch alle irgendwie, dass sie fotografiert werden und nicht das Fenster, weil sie selbst andere im Spiegelbild betrachten...
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