ProjekTe | ProjektWoche | IdProjektwoche | ProjektwochenThemenseminar06 | Projektwoche06Diskurs | Projektwoche06Doku {{forestgreen}} {{start12}}##Projektwochen 2006) O5 - Überlebensstrategien am Kunst(Markt)##{{e}} =====expo06 – redaktionsschluss: „wir arbeiten immer und schlafen nie.....“ – ein Zeitungsprojekt===== (Christoph Nebel, Martin Huber, Claudia Slanar) **20.03.-25.03.06 , Expositur** ---- Überleben bedeutet nicht zuletzt Arbeit. Diese jedoch ist breit gefächert: von ökonomischer Erwerbsarbeit bis zu unbezahlter, oft ideeller Arbeit. Gerade im Kunstfeld verschwimmen diese Bereiche sehr oft, sind ständigen Neudefinitionen unterworfen und letztendlich dem Bemühen geschuldet, sich als Subjekt, permanent neu zu erfinden oder zu definieren. Gleichzeitig bedeutet dies ebenso eine fortdauernde Auseinandersetzung mit der Öffentlichkeit, die sich als genauso heterogen und wandelbar darstellt. Das Projekt expo06 – redaktionsschluss stell den Versuch dar, beide Bereiche zusammenzuführen, Überlebensstrategien aufzuzeigen und dabei die eigenen Produktions- und Arbeitsbedingungen zu reflektieren bzw. sichtbar zu machen! Dies soll anhand zweier Module geschehen, die ineinander greifen: **MODUL 1** – Abteilung Interdisziplinär, Christoph Nebel, Claudia Slanar Wir gehen von dem in letzter Zeit gerade auch im Kunstfeld immer öfter diskutierten Begriff der Arbeit aus: Einerseits wird vom Verschwinden körperlich manueller Arbeit gesprochen und die postforditische Arbeitswelt postuliert. Andererseits werden „Alternativen“ wie selbständige, hoch-vernetzte Kreativ-Arbeit als neues „Erfolgsmodell“ gesehen, wobei die ökonomischen Bedingungen dieser Arbeitsform sehr oft „beschönigend“ dargestellt oder überhaupt ausgeklammert sind. Gibt es gerade im Kunstfeld Alternativen dazu bzw. wie stellen sich diese Arbeitsverhältnisse in gängigen Diskursen dar? Wie kann ich in einem bestimmten Feld überleben und gleichzeitig meine Produktionsverhältnisse und –bedingungen thematisieren? Diese Überlegungen bilden den Ausgangspunkt von Modul 1 bzw. sollen mit den StudentInnen in einem ersten Schritt erarbeitet werden. ##Kernfragen von Modul 1 sind:## Welche Inhalte sollen vermittelt werden? Wie gestalte ich Texte/Arbeiten zum Thema, die der Form entsprechen können? Welche Prozesse werden dadurch ausgelöst und Inwiefern sind diese steuerbar? Anhand von Recherchen, Vorstellung und Diskussion diverser Projekte aus den Bereichen Bildende Kunst (museum in progress, rolling boards/EU Projekt), Literatur (Marlene Streeruwitz, Kathrin Röggla, etc..), Film und multidisziplinären Zeitungsprojekten (malmoe, eipcp) sollen Inhalte zusammengefasst und als Ausgangspunkte zur Erstellung von eigenen Arbeiten für den Folder/die Zeitschrift „redaktionsschluss“ genutzt werden. Ziel ist die inhaltliche wie formale Auseinandersetzung und Konzeption eines Zeitschriften-prototypen als Vermittlungsinstrument zwischen Disziplinen und Öffentlichkeiten. **MODUL 2** – Abteilung Räumliches Gestalten, Martin Huber Um im „freien“ Kunstmarkt zu überleben, muß jemand wissen, dass man/frau überhaupt existiert. Neben der Präsenz im Internet und Veranstatlungen braucht es zur aktiven Öffentlichkeitsarbeit eine kontinuierliche Dokumentation über Arbeitsprozesse, Teilnahmen am Kunstbetrieb und Aktivitäten in dreidimensionaler Form. Ein Booklet, ein Folder eine Zeitung eine Broschüre muß her. Der Markt ist voll von Informationsträgern, Gratiskarten, Veranstaltungskalendern und Ankündigungen in Papierform, die alle miteinander sofern sie überhaupt Beachtung finden in den Kreislauf der Altpapierverwertung eintreten, sobald sie die Druckereien verlassen. expo06 - redaktionsschluss ist ein Folder der als Informationsträger für Arbeitsprozesse, Veranstaltungen Komentare und Artikel dient aber zugleich über seine Gestaltung in die Lebenswelt der Leser unmittelbar eintritt. Zu diesem Zweck behält das Werk zwar für den Wiedererkennungszweck immer das gleiche Format, doch ändert sich jedesmal aufs Neue die Benutzung. Einmal entfaltet sich ein Plakat, einmal läßt er sich als Toilettenpapier benutzen, einmal ist er eine Häkelanleitung für eine Spitzendecke, einmal kann man sich eine Flieger daraus basteln, einmal wird der Folder zum Hut, . . . Arbeitsziel für die StudentInnen ist es über ein Low Budget-Papierformat den Weg von der „geschlossennen“ Community an die Öffentlichkeit zu finden. ##Kernfragen von Modul 2 sind:## Was möchte ich vermitteln? Wie bringe ich meine Informationen an die Frau/an den Mann? Wie kann ich das Objekt gestalten? Ziel ist die Erstellung eines Prototyps, der in der Auflage von 100 Stück in Eigenarbeit herstellbar sein muss, die Materialkosten eines Exemplares dürfen 10 Cent nicht überschreiten. Dafür steht den StudentInnen eine Arbeitszeit von 40 Stunden bis zur Fertigstellung zur Verfügung. Neben der praktischen Erstellung eines Folder verlangt dieser Workshop von den StudentInnen eine besonders effiziente Arbeitsweise in Hinblick auf die Materialverwendung, die Kosten von 10 € für 100 Stück und die mögliche Arbeitszeit von genau 40 Stunden. Dies fordert besonders in der Betreuung des Workshops ein durchstrukturiertes Programm, um die gesteckten Ziele erreichen zu können. Workshop: Mo-Fr 10-18Uhr Anzahl der teilnehmenden StudentInnen beider Module: max. 25 !!! {{e}} ---- ProjekTe | ProjektWoche | IdProjektwoche | ProjektwochenThemenseminar06 | Projektwoche06Diskurs | Projektwoche06Doku