======**@@Lochbildkamera und Trägermaterial aus Keramik@@**====== Angefangen hat ja alles mit der Lochbildkamera aus Papier. Ständig hörte ich von allen Seiten, dass es keine g'scheite Kamera braucht, um ein Foto zu machen, das etwas hermacht. Nur die Komposition, Inhalt, Stimmung, Ort, Wissen und Motiv wären ausschlaggebend. Gesagt, getan. Ausgehend von diesem Ansatzpunkt, mache ich nun weiter. Immernoch bin ich bei den Anfängen der Fotografie, bei der camera obscura. Allerdings noch ohne Objektiv. Bei meinem nächsten Schritt bleibe ich auch noch dabei das Trägermaterial des Bildes als Kameragehäuse zu verwenden und umgekehrt. Diesmal verwende ich allerdings kein Papier, sondern Porzellan, das die Fotoemulsion trägt. Das ganze soll wie folgt aussehen und den Effekt haben, dass innerhalb der Hohlkugel (ganz recht, Kugel, kein eckiges Modell mehr. Das Loch ist ja auch rund, daher keine verzerrende Kanten mehr, sondern nur Wölbungen.) die Fotoemulsion aufgetragen ist und das Negativ sich entwickelt, steckt man ein Licht in die Kugel und beleuchtet sie von innen, scheint durch das dünn gegossene Porzellan das Bildpositiv durch (im theoretisch gesponnenen Fall). Somit wird also weiterhin kein weiteres Filmmaterial im Sinne von Filmnegativen, reproduzierbaren Material, verwendet. Jedes Bild und jede Kugel ist ein Unikat. Durch dieses Verfahren wird auch wieder jedes einzelne Bild wertvoll und es wird genau überlegt was wie abgebildet werden soll, da die Herstellung der Kamera zeitintensiv und teuer ist. Womit ich nicht behaupten will, dass nur teuer hergestellte Bilder wertvoll sind, aber dieses Verfahren ist besonders heikel wegen der äußeren Einwirkungen (Porzellan sehr empfindlich, ebenso die Lichtemulsion,....) und da jedes Bild ein Einzelstück ist. Es ist eine einmal zu verwendende Kamera (Mehrfachbelichtungen dennoch möglich) im Sinne von "ein oder mehrere Bilder entstehen in einer Kugel" und keine Einweg oder Wegwerfkamera, wobei man sie sicher auch behutsam werfen kann. Selbst nach der Entwicklung des entstandenen Bildes kann man die Kugel weiterhin als Kamera verwenden, wenn man zu belichtendes Fotomaterial einlegt oder eingießt. Die Kamera ist also kein Abfallprodukt wie die meisten Teile es bei einer handelsüblichen Einwegkamera sind, sondern ein durch und durch wiederverwendbares Produkt, welches wieder als Kamera dienen kann, als Lampe oder sonst was. Um das ganze etwas verständlicher zu machen, hier eine Skizze von der Kamera und wie sie zum Bildmaterial bzw. Lichtobjekt wird: Skizze 1: @@@@ @@""""@@ Skizze 2: @@@@ @@""""@@ Als Ausgangsmaterial nahm ich drei Styroporkugeln zu Hilfe... @@""""@@ @@@@ ...aus denen ich die Gipsformen machte,... @@""""@@ @@@@ ..., um Porzellankugeln gießen zu können. @@""""@@ @@@@ @@""""@@ @@@@ Die Öffnung hat mehrere Funktionen. Zum einen die, dass die Kugel beim Brennen im Ofen nicht zerspringen kann, diejenige um die Chemikalien der Fotoemulsion hinein- und ausgießen zu können, die der Belichtung, diejenige um die Chemikalien der Fotoentwicklung hinein- und hinausgießen zu können und schlussendlich um das entstandene Negativ betrachten zu können. @@""""@@ @@@@ @@""""@@ @@@@ @@""""@@ Die Formen werden sich beim Brennen noch etwas zusammenziehen, sodass sie ihren ursprünglichen Umfang nicht beibehalten können. Dennoch wird sich einiges damit anstellen können. Vielleicht entsteht noch eine vierte Kugelform, die noch größer wird. Wobei sich auch schon mit drei Kugelgrößen allerlei machen lässt... @@""""@@ @@@@ ...man kann z.B.: die Große noch größer und die Kleine noch kleiner wirken lassen oder... @@""""@@ Im Moment steht im Vordergrund eine einzigartige und funktionierende Lochbildkamera zu entwerfen, um die Vorgänge der Bildentstehung zu ergründen, damit später einmal ein super tolles Foto herauskommt, für das kein Spiegel, keine Elektronik oder dergleichen nötig war. (Wobei ich später bestimmt auch mal Linsen und andere Hilfsmittel verwenden werde um die Fotografie noch weiter zu ergründen.) Die ersten Fotos sind da. Hier mal das gelungenste aus der mittelgroßen Kugel: @@""