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Im Rahmen einer Aktion der wiener kunst schule_im öffentlichen Raum wurde eine Studierende tätlich attackiert



Wer kennt diesen Mann?

Photo: 01. Photo: 02.

Vorfallsbericht

kunst bestellt platz ist ein von der Studentin mug konzipiertes Projekt der wiener kunst schule. Eine mobile Galerie- und Unterrichtsstation taucht spontan an unterschiedlichen Orten in Wien auf. Vor Ort werden Workshops und Aktionen durchgeführt.

Am standort_07 vor dem MAK (Eingang Weisskirchnerstrasse) veranstaltete die Interdisziplinäre Klasse vom 15. - 19. Mai 2003 einen Video-Aktions-Workshop mit der Künstlerin Mara Mattuschka. Verschiedenste Interaktionen mit Passantinnen wurden spontan entwickelt und ausprobiert. Das angesprochene Publikum reagierte durchwegs positiv und mit Neugierde für die thematisierten Problemstellungen.

Am Samstag den 17. Mai kam es zu einem höchst unerfreulichen Vorfall. Zwei Studierende simulierten vor der Galeriebox am Boden liegend einen Unfall. Dies war deutlich als Kunstaktion kenntlich, da eine Studierende das Geschehen aus nächster Nähe mit der Videokamera dokumentierte.

Völlig unerwartet wurde diese Studierende von einem Fahrradfahrer attakkiert. Dieser war zielgerichtet und in hohem Tempo auf sie zugefahren, hatte knapp vor ihr abgebremst und stieg mit der Äußerung "Aktionskunst ist Scheisse!" ab, um per Handy eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Offensichtlich um den noch immer laufenden Aufzeichnungsvorgang zu beenden, schlug der Fahrradfahrer jedoch zuvor der Studierenden die Kamera vom, beziehungsweise ins Gesicht. Dieser Gewaltakt wurde von der Kamera aufgezeichnet. (siehe mpeg-video)

Vom Teamleiter der Interdiziplinären Klasse angesprochen, verweigerte der Fahrradfahrer jegliche Aussage zu Ursachen oder Begründung des gewalttätigen Vorfalls und führte den zuvor durch den Schlag unterbrochenen Anruf bei der Polizei durch. Er erstattete Anzeige. Ohne seinen Namen zu nennen fuhr er davon.

Drei Passantinnen, die den Vorfall aus einem Linienbus beobachtet hatten stiegen aus und stellten sich als Zeugen der Tat zur Verfügung. Eine Streife der Polizei erschien kurz darauf, reagierte jedoch sehr freundlich und nahm den Vorfall nicht allzu ernst.

Die Interdisziplinäre Klasse erstattete keine Anzeige gegen Unbekannt, sondern wendet sich – Position für gewaltfreie Konfliktlösungen beziehend – mit dieser Vorfallsschilderung an die Öffentlichkeit und Presse.
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